Wunden entstehen auf vielfältige Art und Weise. Zum Beispiel durch chirurgische Eingriffe, Unfälle, schlecht eingestellte Blutzucker oder sie können auch in Form eines Dekubitus (Druckgeschwür) auftreten.1
Wunden erhöhen nicht nur den Energiebedarf, sondern auch den Proteinbedarf um bis zu 250% des üblichen Bedarfs.2 Ein Risikofaktor für Wundheilungsstörungen stellt somit die Protein-Energie-Mangelernährung (PEM) dar. Proteine spielen eine zentrale Rolle im Heilungsprozess, da ihre Bausteine, die Aminosäuren, an zahlreichen regenerativen Prozessen beteiligt sind. Insbesondere Glutamin und Arginin gelten als wichtige Substrate da sie die Bildung neuen Gewebes und die Immunabwehr unterstützen.3 Durch einen Mangel an essenziellen Proteinen können Wunden langsamer heilen oder chronisch werden.4 Rund 15 % der Wunden werden chronisch und bleiben auch ein Jahr nach ihrem Auftreten unverheilt. Ältere Menschen sind davon besonders häufig betroffen, da die Wundheilung mit dem Alter verlangsamt wird.5
Neben der Energie- und Proteinzufuhr sollte auch ein Augenmerk auf die Mikronährstoffaufnahme gelegt werden.
Die Mikronährstoffe dienen in erster Linie als Cofaktoren in biochemischen Reaktionen. So werden verschiedene Vitamine, darunter A, C, D, E und K für eine normale Blutgerinnung, eine funktionierende Immunabwehr und die Bildung neuen Gewebes benötigt. Insbesondere Vitamin C unterstützt dabei die Bildung von Kollagen, das wesentlich dazu beiträgt, eine Wunde zu verschliessen.4,6,7 Auch Mineralstoffe wie Zink und Selen, Kalzium und Phosphor unterstützen die Wundheilung. Besonders Zink fördert die Kollagenbildung und stärkt das Immunsystem. Ein Mangel an Zink kann die Immunabwehr beeinträchtigen und den Körper anfälliger für Wundinfektionen machen. Selen reguliert Entzündungsprozesse und unterstützt die Abwehrkräfte des Körpers. 6,8,9
Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde Moltein® Woundmix, ein supplementierendes Getränkepulver entwickelt. Ergänzend zu einer ausgewogenen und proteinreichen Ernährung liefert dieses wichtige Aminosäuren (Arginin, Glutamin), Vitamine (A, C, D, E, K) und Mineralstoffe (Zink, Selen, Kalzium, Phosphor), die die Wundheilung gezielt unterstützen. Zur Deckung des erhöhten Energie- und Proteinbedarfs eignen sich Moltein® Plus oder Moltein® Pro.
Quellen:
1Kurmann S. Ernährung Und Wundheilung. In S.Theobald (Hg.), Ernährungstherapie: Ein Evidenzbasiertes Kompaktlehrbuch. 2.Auflage.; 2021.
2Ghaly P, Iliopoulos J, Ahmad M. The role of nutrition in wound healing: an overview. Br J Nurs. 2021;30(5):S38-S42. doi:10.12968/bjon.2021.30.5.S38
3Demling RH. Nutrition, Anabolism, and the Wound Healing Process: An Overview. Eplasty. 2009;9:e9.
4Stechmiller JK. Understanding the Role of Nutrition and Wound Healing. Nutr Clin Pract. 2010;25(1):61-68. doi:10.1177/0884533609358997
5Lindholm C, Searle R. Wound management for the 21st century: combining effectiveness and efficiency. Int Wound J. 2016;13(Suppl 2):5-15. doi:10.1111/iwj.12623
6Eggersdorfer M, Berger MM, Calder PC, et al. Perspective: Role of Micronutrients and Omega-3 Long-Chain Polyunsaturated Fatty Acids for Immune Outcomes of Relevance to Infections in Older Adults—A Narrative Review and Call for Action. Adv Nutr. 2022;13(5):1415-1430. doi:10.1093/advances/nmac058
7Mueller CM (Ed). The ASPEN Adult Nutrition Support Core Curriculum. 3rd ed. Silver Spring, MD: American Society for Parenteral and Enteral Nutrition; 2017. Nutr Clin Pract. 2018;33(3). doi:10.1002/ncp.10114
8Subramaniam T, Fauzi MB, Lokanathan Y, Law JX. The Role of Calcium in Wound Healing. Int J Mol Sci. 2021;22(12):6486. doi:10.3390/ijms22126486
9Müller WEG, Schepler H, Neufurth M, et al. The physiological polyphosphate as a healing biomaterial for chronic wounds: Crucial roles of its antibacterial and unique metabolic energy supplying properties. J Mater Sci Technol. 2023;135:170-185. doi:10.1016/j.jmst.2022.07.018